Erdogan und kein Ende, 23.3.2017

                                            

Es vergeht kein Tag, an dem dieser türkische Diktator keine Schlagzeilen macht. Mal droht er Europa mit neuen Flüchtlingsströmen, sollte nicht bald die Visafreiheit für Türken erfüllt werden. Gestern dann seine Drohung, "bald kein Europäer mehr sicher auf den Straßen". Einige Tage zuvor werden die Deutschen und die Holländer noch als Nazis beschimpft, weil sie keine Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in ihren Ländern zulassen. Ausgerechne die Holländer als Nazis zu verunglimpfen, die unter der Naziherrschaft besonders gelitten haben, zeigt schon Realitärtsferne. Beängstigend auch sein Aufruf an in Deutschland lebende Landsleute, fünf statt drei Kinder hier zu zeugen. Da die ethnische deutsche Familie im Schnitt nur 1.3 Kinder bekommt, kann einem angst und bange werden, wie die Demografie in etwa 30 Jahren hier aussieht. 

Noch schlimmer aber ist die Angst der Europäer, Erdogan die Wahrheit zu sagen. Etwa in Bezug auf die Beitrittsverhandlungen, die schon seit Jahren sich hinziehen, die Türkei passt von der Kultur nicht zu Europa, da es größtenteils Asiaten sind, denn noch nicht einmal 3% der Landesfläche gehören zu Europa! Die Europäer haben Angst, ein neuer Wirtschaftsasylantenstrom könnte sich über Europa ergießen. Diese Gefahr sehe ich aber eher nicht, denn die Balkanroute ist weitgehend dicht, was man an den dort "gefangenen" Scheinasylanten sieht, die nicht weiterkommen Richtung Norden. Insbesondere Victor Orban aus Ungarn schützt Europa mit seinen Zäunen, wofür er aber von den europäischen Politikern, der Ausdruck Realitätsverweigerer wäre treffender, viel Kritik erhält. Eine viel größere Gefahr sehe ich bei den Invasoren aus Afrika, denn die NATO betätigt sich als größte Schlepperbande. Statt es wie die Australier zu handhaben, was keine Nazis sind, die Scheinasylanten zum Ausgangshafen zurückzubringen, werden die Afrikaner sogar noch nach Italien gebracht. Europa sollte lieber die Fluchtursachen in Afrika bekämpfen, nämlich Armut durch ungenierte Vermehrung. Es kann nicht sein, daß Europa die Kosten für einen ungehemmten Fortpflanzungstrieb bezahlt!

Aber wieder zurück zu Herrn Erdogan. Ebenfalls weigert man sich, diesen Herrn mit offenem Visier zu bekämpfen in Sachen Wahlkampfauftritte. So suggeriert man Scheingründe wie etwa den mangelnden Brandschutz bei Gebäuden, weshalb diese für Versammlungen nicht geeignet seien. So nach dem Motto, die Flüssigseife ist auf den Toiletten ausgegangen, deswegen kann hier leider kein Wahlkampfauftritt stattfinden. Es ist doch schon lachhaft und peinlich, wie insbesondere deutsche Politiker vor Herrn Erdogan regelrecht kriechen. Man sollte ihm sagen, wir wünschen hier keine Wahlkampfauftritte, da wir Werbung für Diktaturen mit Todesstrafe nicht unterstützen, Europa hat ein ganz anderes Demokratie- und Rechtsverständnis! Dieses Argument kann auch wunderbar für ein Ende der Beitrittsverhandlungen verwendet werden. Da werden nach dem Putschversuch in der Türkei 40.000 Menschen verhaftet, Stand 20.3.2017, und weitere gut 100.000 verlieren ihren Job, das ganze meistens willkürlich:

http://www.n-tv.de/politik/Neue-Verhaftungswelle-in-der-Tuerkei-article19755408.html

 Bei diesen dilettantisch organisierten Putschversuch bin ich mir nicht sicher, ob dieser eine Selbstinszenierung war, um einen Grund zu haben, politische Gegner zu verhaften. Schließlich habe ich bei dem türkischen Diktator oft den Eindruck, dieser leidet unter Verfolgungswahn! Nicht umsonst hat er insbesondere Journalisten und Oppositionelle weggesperrt und viele Zeitungen dicht gemacht.

Wir können uns auch keine türkischen Wahlkampfauftritte leisten, weil Unruhen vorprogrammiert sind, insbesondere durch hier lebende Kurden. Außerdem wirkt es der Integration der hier lebenden Türken entgegen, wenn diese durch Wahlkampfauftritte türkischer Politiker auf Erdogan ausgerichtet werden. Wer in Deutschland leben darf, muss  sich zu dieser Gesellschaft bekennen, sich in diese integrieren. Gerade bei der Integration  haben die Türken erhebliche Schwierigkeiten, weshalb sie überwiegend Parallelgesellschaften bilden und beruflich am untersten Ende unserer Gesellschaft stehen. 65% haben keinen Berufsabschluss, sind daher nur für niedrigste Arbeiten zu gebrauchen. Schon Helmut Schmidt, der letzte Bundeskanzler mit extremen Intellekt, selbst mit gut 90 Jahren, hatte es als Fehler betrachtet, Menschen aus fremden Kulturen aufzunehmen, wollte sogar weitere Zuwanderung unterbinden. Seine Versuche, diese wieder in die Türkei zurückzuschicken scheiterten überwiegend, genau wie die Bemühungen von Helmut Kohl.

http://www.focus.de/politik/deutschland/helmut-schmidt-ii_aid_95473.html

https://www.youtube.com/watch?v=gYs0hb04HZw

Europa sollte Herrn Erdogan endlich ignorieren, stattdessen lieber potentielle Fluchtwege durch elektrische Zäune absperren, denn durch den Dialog mit ihm wird er zu einem scheinbar wichtigen Politiker regelrecht aufgepumpt. Zeit, endlich den Mann links liegen zu lassen, wir brauchen ihn nicht, und ihm als abschließendes Geschenk die Nadel zu verpassen.


Bildquellennachweis: https://pixabay.com/de/erdogan-türkei-demokratie-politiker-2155938/


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